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Via Belgica
Schloss / Vicus Rimburg

Direkt an der Wurm gelegen und nur wenige Meter von der Via Belgica entfernt: Schloss Rimburg in Übach-Palenberg thront seit jeher an einer strategisch günstigen Position. Erbaut wurde es im 12. Jahrhundert. Experten gehen davon aus, dass dort bereits zur Römerzeit ein Straßenposten gestanden hat. Der erste Besitzer von Schloss Rimburg war 1276 der Wegelagerer und Raubritter Mulrepas. Kurz darauf ließ Herzog Johann I. von Brabant die Anlage vollkommen zerstören; die Herren von Mulrepas bauten sie Ende des 13. Jahrhunderts wieder auf.

Gut 200 Jahre später, 1498, erhob Kaiser Maximilian I. Schloss Rimburg zur freien Reichsherrschaft, Karl V. aber erklärte es im 16. Jahrhundert zu einer brabantischen Herrschaft. Seit über 100 Jahren ist Schloss Rimburg in Besitz der Familie von Brauchitsch, die das Gebäude 1899 mit einer barocken Fassade verkleidete, den südwestlichen Flankierungsturm erhöhte und mit einer Haube krönte. Zudem wurde die Vorburg neu errichtet.

Vicus Rimburg

An dieser Stelle, an der die Via Belgica die Wurm querte, entstand im 1. Jahrhundert eine Straßensiedlung, die bis ins 4. Jahrhundert fortbestand – der vicus von Rimburg. 
Erste archäologische Ausgrabungen fanden hier zwischen 1926 und 1930 statt. Dabei wurden Fundamente von Streifenhäusern entlang der Straße und mehrere Töpferöfen freigelegt. Als die Archäologen den Wurmübergang der Via Belgica untersuchten, fanden sie eine rund sechs Meter breite Holzbrücke, für die zwei Bauphasen nachgewiesen wurden. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden bei Ausgrabungen auf der niederländischen Seite erneut Streifenhäuser entdeckt. Die gesamte Siedlung war auf beiden Seiten der Wurm mindestens vier Hektar groß. Die Streifenhäuser befanden sich direkt an der Straße, während von ihr abgewandt weitere Fachwerkbauten standen.