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Via Belgica
Wasserburg / Rathaus Niederzier

Rundum restauriert und ausgebaut erstrahlt die Wasserburg Niederzier heute als Rathaus der Gemeinde. Die Anlage hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, die von Zerstörung und Wiederaufbau geprägt ist. Als Erbauer gilt die Jülicher Ministerialenfamilie von Zier, die seit dem 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt ist. 1526 kaufte das Geschwisterpaar Jakob und Maria Bucks die Wasserburg.

150 Jahre später brandschatzten französische Truppen den Ort Niederzier und die Burg, die sie bis auf die Grundmauern zerstörten. Erst 1698 waren das Herrenhaus und 1765 die Vorburg wieder aufgebaut. Die Bauteile am Westflügel der Vorburg stellen heute die ältesten erhaltenen Mauerwerke dar.

Im Jahr 1922 kaufte die Gemeinde Niederzier die Burg. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage in Trümmer gelegt, der Wiederaufbau der Hauptburg dauerte bis 1954. Mitte der 1970er Jahre entstanden Verwaltungsbauten auf den Grundrissen der 1921 abgetragenen Vorburg. In den 1990er Jahren wurde das Renteigebäude aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts instand gesetzt.