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Via Belgica
Burg Obbendorf

Mittelalter trifft moderne Gastlichkeit: Wo heute Reisende eine Bleibe finden, lebten vor etwa 1000 Jahren die ersten Ritter. Im Jahr 893 wurde Burg Obbendorf erstmals erwähnt. Die heutige Burg entstand um 1180 und ist damit der älteste erhaltene Rittersitz im Jülicher Land. Schießscharten, Wehre und Gänge verweisen bis heute auf jene alten Zeiten.

Der erste bekannte Eigentümer des Gutes war Reinhard bzw. Reichard von Obbendorf, der im Jahr 1301 in den Chroniken auftaucht. Im 15. Jahrhundert verkaufte sein Nachkomme Graf Schellard von Obbendorf das Anwesen.

In der Folgezeit wechselte die Burg mehrfach die Besitzer, wobei die Anlagen unter anderem neue Wohntrakte erhielten. Auch den Torturm bauten die Bewohner zu Wohnzwecken um und trugen dafür die obere Etage ab.
Im 19. Jahrhundert kauften schließlich die ersten Bürgerlichen das ehemalige Rittergut. In dieser Zeit wurde das Anwesen in einen landwirtschaftlichen Betrieb verwandelt. Heute ist die 1995 renovierte Burg ein ruhiger Landsitz mit einer weitläufigen Parkanlage und beherbergt ein Hotel.