Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen

Agrippastraße im Mürel

Antike trifft Hightech: Flugzeug und Laserscanner ist es zu verdanken, dass die schnurgerade Agrippastraße auf der Strecke zwischen den Hängen des Urfttals und dem Haubachtal wieder sichtbar ist. Da die Straße auf dem Bergrücken Mürel heute in einem Waldgebiet liegt und nicht durch einen auffälligen Damm gekennzeichnet ist, war der Verlauf der Strecke zwischenzeitlich verlorengegangen.

Das änderte sich mit dem Laserscan aus der Luft: Ein Teil der Signale erreicht auch den Waldboden, sodass nach Ausblenden der Bäume ein Relief der Geländeoberfläche entsteht. Auf diese Weise zeichnete sich ein rund zwei Kilometer langer Trassenabschnitt der Agrippastraße ab, der geradewegs nach Süden verlief. Zuvor hatte schon der Fund eines Kiesgeröllstreifens, der bei geologischen Untersuchungen aufgefallen war, auf Wegebaumaßnahmen dort hingewiesen.

Im Jahr 2009 untersuchten Archäologen den Boden. Dabei dokumentierten sie Reste der Straße, möglicherweise von zwei parallelen Trassen. Die rekonstruierte Breite eines Straßenzuges beträgt beachtliche 23 Meter. Rund 2,5 Kilometer südlich im Blankenheimer Olbrückwald ist ein etwa ebenso breiter Abschnitt der Straße freigelegt.