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Agrippastraße
auf der Hochebene

So stellt man sich eine Römerstraße vor: Vom Südhang des Urfttales bis zur heutigen Kreisstraße 59 verlief die Agrippastraße schnurgerade über flaches Land. Aus der Luft ist sie immer noch gut als heller Streifen zu erkennen. Das liegt am unterschiedlichen Pflanzenbewuchs: Unter der heutigen Oberfläche ist die Schottertrasse der Römerstraße noch vorhanden. Die Pflanzen können dort nicht so tiefe Wurzeln schlagen wie im lockeren Boden rechts und links der Trasse.

Der Straßenverlauf in diesem Bereich ist nur aus der Luft wahrzunehmen. Im Gelände zeichnet sich die ehemalige Römerstraße nur schwach ab und ist ohne die Markierung durch Bäume für Wanderer kaum auszumachen.

Wo die Landschaft es ermöglichte, haben die römischen Straßenbauer auch im Bergland ihre Strecken möglichst geradlinig gebaut und damit die kürzeste Strecke zwischen zwei Zielen genommen. Nur bei Hindernissen wie Flusstälern oder Anhöhen mussten sie Ausnahmen machen. Weiter südlich von hier führt die Trasse in einem Geländeeinschnitt hinab in das Schleifbachtal. Ein Straßenzweig stieg ehemals steil empor zum Sporn der „Görresburg“. Es ist anzunehmen, dass eine Wegvariante am Fuß der Anhöhe verlief, wo der Weg noch heute zu finden ist.