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Via Belgica  Römisches Gräberfeld / Aachener Weiher

In römischer Zeit führte die Straße auf einer Strecke von rund zwei Kilometern durch ausgedehnte Friedhöfe. Diese durften nach römischem Recht nur außerhalb der Stadtmauern liegen. Die oberirdische Gestaltung der Gräber war vom Vermögen der Familie abhängig. Repräsentative Grabstätten konzentrierten sich auf die prominenten Areale nahe der Straße. Inschriften, Statuen und Reliefs erinnerten die Passanten an die Verstorbenen, ihre Herkunft und Lebensleistung.

Heute kreuzt die Aachener Straße als wichtigste Ost-West-Achse des modernen Köln den inneren Grüngürtel. Der Aachener Weiher ist Teil dieser Parkanlagen. Sie entstanden auf dem Gebiet des inneren Festungsgürtels nach der Schleifung der preußischen Festung Köln in den 1920er Jahren. Diesem Abriss fiel auch Fort VI „Friedrich der Niederlande“ zum Opfer. Bei der Erbauung dieses Festungsgebäudes direkt neben der Aachener Straße wurde hier wieder der Straßenverlauf respektiert.

Die umgebenden Hügel des Aachener Weihers bestehen aus Trümmerschutt der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Stadt und bedecken das ehemalige „Maifeld“, einen Aufmarschplatz der Nationalsozialisten im Dritten Reich für 200.000 Personen.

Am westlichen Ausläufer des Aachener Weihers liegt das Museum für Ostasiatische Kunst. Es wurde 1977 nach dem Entwurf des japanischen Architekten Kunio Maekawa errichtet.