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Via Belgica  Hahnentorburg

Das Hahnentor steht genau auf der Trasse der Via Belgica. Vom Rudolfplatz bis zur westlichen Grenze der heutigen Stadt in Köln-Weiden läuft die schnurgerade römische Fernstraße unter der Aachener Straße.

Bei Ausgrabungen auf dem Rudolfplatz unmittelbar westlich der Hahnentorburg trafen die Archäologen 1929 auf die Via Belgica. Die Kiesdecke des bis zu acht Meter breiten, zur Ableitung von Regenwasser gewölbten Straßendammes war mehrfach erneuert worden. Breite unbefestigte Sandwege sowie Straßengräben zur Entwässerung begleiteten zu beiden Seiten die Fahrbahn. Die Gesamtbreite der Straße einschließlich der Straßengräben schwankte zwischen rund 24 und 26 Metern – war also ähnlich breit wie unsere modernen Stadtautobahnen.

Das Hahnentor ist eine der zwölf landseitigen Torburgen der mittelalterlichen Stadtbefestigung von 1180. Nach dem Verkauf dieses Festungsgeländes im Jahr 1881 blieben außer diesem Stadttor das Eigelsteintor, die Ulrepforte und die Severinstorburg vom Abbruch verschont. Heute ist die Hahnentorburg ein „Ort des Frohsinns“, nämlich das Domizil der EhrenGarde der Stadt Köln (Traditionskorps des Kölner Karnevals). Die EhrenGarde begleitet Bauer und Jungfrau des Kölner Dreigestirns.