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Limesstraße  Waidmarkt / St. Georg

Die Limesstraße erreicht auf Höhe des heutigen Waidmarkts die Vorstadt des römischen Köln (suburbium). Diese Siedlung vor dem Südtor war bis zum späten 3. Jahrhundert n. Chr. durch Wohnhäuser und Werkstätten geprägt. Sie wurde aufgegeben, als germanische Stämme über den Rhein bis weit ins Reichsgebiet einfielen. In den Ruinen wurden in spätrömischer Zeit nur noch Gräber angelegt.

Seit dem 11. Jahrhundert steht hier St. Georg buchstäblich im Weg. Die Kirche ragt in die Sichtachse der Römerstraße und war deshalb für Reisende und Pilger von weither sichtbar. Die Straße wurde an dieser Stelle zu einem Platz ausgeweitet, dem Waidmarkt.

Der Name „Waidmarkt“ geht auf die Waidpflanze zurück, die den Farbstoff zum Blaufärben von Textilien lieferte. Das zum Färben nötige fließende Wasser kam vom Blaubach, der heute unter der gleichnamigen Straße verläuft. Unter Aufsicht zweier Marktmeister, die Gewicht und Qualität überprüften, durfte die Färberpflanze in Köln nur auf diesem Platz gehandelt werden.