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Agrippastraße  Römisches Stadttor / St. Mauritius

Die über 700 Kilometer lange Agrippastraße beginnt wie die Via Belgica im Westen der CCAA (Colonia Claudia Ara Agrippinensium). Hier besaß der Stadtmauerzug drei monumental ausgebaute Tore. Das südlichste davon war Startpunkt der Fernstraße Richtung Trier.

Die Agrippastraße lief von dort nur ein kurzes Stück geradeaus nach Westen und bog dann in einem scharfen Winkel nach Südwesten ab: heute Mauritiussteinweg, Josef-Schwartz-Anlage, Huhnsgasse, Weyerstraße, Barbarossaplatz. Ab hier verläuft die heutige Luxemburger Straße bis Zülpich immer noch in weiten Abschnitten auf der Trasse der kurvenlos über Land führenden Römerstraße.

In unmittelbarer Nähe des römischen Stadttors erhebt sich seit dem 12. Jahrhundert die Pfarrkirche St. Mauritius. Der Legende nach war Mauritius Anführer der Thebäischen Legion, zu der auch die christlichen Märtyrer Gereon, Viktor, Cassius und Florentius gehörten.

Die romanische, im 18. Jahrhundert barock umgestaltete Kirche mit Benediktinerinnenkloster wurde im Zweiten Weltkrieg zum großen Teil zerstört und in moderner Form wieder aufgebaut. Ein barocker Klosteranbau, die Wolkenburg im Mauritiussteinweg, ist Vereinshaus des Kölner Männergesangsvereins „Cäcilia Wolkenburg“.