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Agrippastraße  Römisches Gräberfeld

Die Luxemburger Straße nimmt im heutigen Kölner Stadtgebiet den Verlauf der großen römischen Staatsstraße auf – von Köln zunächst nach Zülpich und dann weiter nach Trier. Vor den Toren des römischen Köln führte die bis zu 30 Meter breite Straße durch die Vorstadt mit Handwerksbetrieben wie Töpfereien und Leimsiedereien. Sie war im weiteren Verlauf über mehrere Kilometer hinweg auf beiden Seiten von Friedhöfen gesäumt, denn nach römischem Recht durfte innerhalb des Stadtraums nicht bestattet werden. Die oberirdische Gestaltung der Gräber war vom Vermögen der Familie abhängig, aber auch zeitbedingt.

Die repräsentativen Grabstätten mit Grabgärten, Grabhäusern sowie weithin sichtbaren pfeiler- und turmartigen Grabmonumenten konzentrierten sich auf die prominenten straßennahen Areale. Dahinter staffelten sich, einzeln oder in Gruppen, weniger aufwändige Gräber bis zu 100 Meter von der Straße entfernt. Die Grabstätte als Haus für die Ewigkeit (domus aeterna) wurde ohne zeitliche Beschränkung privat erworben und war unverletzlich.