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Agrippastraße  Klettenbergpark

Der Klettenbergpark mit See, Blumenwiese und Rosengarten liegt auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube und deshalb deutlich tiefer als die vorbeiführende Luxemburger Straße. Bei der Stadterweiterung zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Park als rheinischer Naturgarten 1905 angelegt.

In diesem Bereich durchlief die römische Fernstraße das ländliche Vorfeld der römischen Stadt. Zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe rechts und links der Straße sicherten die Grundversorgung der Bevölkerung. Der Fahrdamm der Agrippastraße war – wie die anderen Fernstraßen der Region – kiesgepflastert und beidseitig von breiten unbefestigten Sandwegen gesäumt. Straßengräben sorgten für die Entwässerung.

Die Agrippastraße wurde auf heutigem Kölner Stadtgebiet in einer Entfernung von durchschnittlich 200 Metern von der römischen Wasserleitung begleitet. Das 95,4 km lange Aquädukt versorgte die Bewohner des römischen Köln täglich mit 20 Millionen Liter frischem Quellwasser aus der Eifel. Parallel zur Luxemburger Straße, direkt auf der Trasse der Wasserleitung, verläuft heute die Berrenrather Straße. Dort ist vor Haus Nr. 436 noch der Mauerkern eines Pfeilerstumpfs erhalten. Er gehörte einst zu der Bogenreihe, die hier eine Talsenke überbrückte.

Man bleibt am besten auf der Berrenrather Straße, denn kurz nach Überqueren des Militärrings kommt auf der linken Seite der so genannte Schlammfang. Die Römer hatten hier in das letzte Teilstück der Wasserleitung vor Köln ein Absatzbecken eingebaut, wo sich im Wasser enthaltene Schwebestoffe ablagern konnten.