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Agrippastraße  Kloster Steinfeld

Das Kloster Steinfeld in der Eifel befindet sich auf einer Anhöhe im Süden der Gemeinde Kall. Es handelt sich um eine ehemalige Prämonstratenserabtei mit einer bedeutenden Basilika aus dem frühen 12. Jahrhundert. Mit den umliegenden Häusern bildet das „Eifelkloster“ den Ortsteil Steinfeld.

1130 übernahmen die Prämonstratenser das 60 Jahre zuvor erbaute Kloster. Es entwickelte sich zu einem bedeutenden kirchlichen Zentrum im deutschen Reich mit Tochterniederlassungen in ganz Europa. Den Status einer Abtei erhielt das Kloster 1184. Die Reihe von 44 Äbten endete erst 1802 durch die fortschreitende Säkularisation. Danach diente die Anlage weltlichen Zwecken und die Basilika wurde als Pfarrkirche weiterbetrieben. Die Salvatorianer übernahmen das Kloster 1923.

Die Basilika des Klosters wurde zwischen 1142 und 1150 als eine der frühesten deutschen Gewölbekirchen von den Prämonstratensern erbaut. Der ursprüngliche romanische Stil, die Gotik, Renaissance, der Barock und moderne Stahlapplikationen prägen die heutige Architektur. 1960 erhielt die Kirche den Rang einer päpstlichen Basilica minor. Das Kloster Steinfeld gilt in seiner Gesamtanlage als eines der besterhaltenen klösterlichen Baudenkmäler des Rheinlandes.

Das Hermann-Josef-Grab in der Kirchenmitte macht die Basilika zu einem Wallfahrtsort. Bedeckt wird es von einer 1732 gefertigten Platte mit einer liegenden Figur aus Alabaster. Das eigentliche Grabmal aus Urfter Marmor stammt aus dem Jahr 1701. Nach einer Legende soll Hermann Josef dem Jesuskind der Muttergottes in der Kirche St. Maria im Kapitol zu Köln einen Apfel angeboten haben, den es angenommen habe.

Die erste große Orgel der Basilika entstand um 1600. Sie wurde mehrfach erweitert und zählt mittlerweile 1956 Pfeifen. Das Pfeifenwerk ist größtenteils original erhalten. Die Orgel gehört zu den bedeutendsten des rheinischen Barock.