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Agrippstraße
Schloss Schmidtheim

Blickfang im Grünen: Schloss Schmidtheim prägt mit seinem vierstöckigen Wohnturm und den Vorgebäuden die Umgebung. Das Schloss, das zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert errichtet wurde, gehört zu den besterhaltenen Herrensitzen der Eifel. Nachdem im Jahr 1511 Eva von Schmidtheim Damian Beissel geheiratet hatte, kam das Schloss in den Besitz des Geschlechts Beissel von Gymnich.

Ursprünglich handelte es sich um eine Wasserburg. Mit einer Höhenlage von 545 Metern über Normalnull war sie bis 1890 die höchstgelegene Befestigung des Rheinlandes. In jenem Jahr brannte das Schloss aus, und die Wassergräben wurden bei der Restaurierung zugeschüttet. In der Nähe des Schlosszugangs befindet sich die ehemalige Gerichtslinde – sie ist heute ein Naturdenkmal.

Historie der Ortschaft

Das Gebiet des heutigen Schmidtheim erlangte bereits zur Römerzeit Bedeutung. Die Römerstraße streift die heutige Ortschaft, Reste einer römischen Bebauung befinden sich in ihrer Nähe. 867 ist schließlich erstmals von Schmidtheim im Goldenen Buch der Abtei Prüm zu lesen.

Zurückzuführen ist der Ortsname auf die Eisenverhüttung und -verarbeitung in der Region. Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde unter Tage Eisenerz abgebaut, oberirdisch galt das Augenmerk dem Brauneisenerz. Viele der ehemaligen oberirdischen Grabungsstellen sind heute südwestlich von Schmidtheim zu sehen.

Die Bedeutung der Eisenbearbeitung ist im Ortsnamen von Schmidtheim („Schmiedeheim“) abzulesen. Das Wappen der Gemeinde Dahlem mit den drei Hämmern, ursprünglich das Wappen der Herren von Schmidtheim, dokumentiert ebenfalls die Bedeutung der örtlichen Eisenindustrie. Das Wappen der Herren von Schmidtheim befindet sich als schöne Steinmetzarbeit oberhalb der Toreinfahrt zum Schlosshof.