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Agrippastraße  Frankenring Hostel

Das heutige Dorf Hostel mit seinen Fachwerkgebäuden und Straßenführungen stimmt noch nahezu vollständig mit einem historischen Grundriss aus dem Jahr 1807 überein. In dieser so genannten Tranchotkarte nahm Colonel Tranchot zur Zeit der französischen Besatzung auf Napoleons Befehl hin die Rheinlande topographisch auf.

Gegründet wurde Hostel als Siedlung für Forstleute. Ihre Aufgabe war es, für ihren Grundherren Aufgaben der Forstverwaltung in den beiden Kölner Wildbännen im Osning wahrzunehmen. Die Kapelle des Dorfes „Zu den Heiligen Mauren“ wurde im Jahr 1492 erstmals erwähnt. Der romanische Turm stammt aus dem 12. Jahrhundert.

Der Weiher in der Mitte des Dorfplatzes, des Dorfangers, ist auf der Tranchotkarte gut zu erkennen. Er wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert – unter anderem nutzten die Dorfbewohner ihn als Löschteich. Der Weiher prägte den Dorfanger durch die Jahrhunderte hinweg. Erst vor wenigen Jahren wurde der Teich entfernt und zu einem sicheren Spielgelände für die Kinder im Dorf umgestaltet. Bei den umliegenden Häusern handelt es sich vorwiegend um fränkische Fachwerkhofanlagen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sie stehen allesamt unter Denkmalschutz.

(Auszüge aus: Norbert Leduc, Strukturen im heutigen Stadtgebiet zu Beginn des 19. Jahrhunderts)