Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen

Agrippastraße im Eickser Busch

Am Fuße des Irnicher Berges erreicht die Agrippastraße die Ausläufer der Eifel. Den Irnicher Berg erklimmt sie in einem heute leicht gewundenen Hohlweg. Wo die Matthias-Stele eine Wegmarke auf dem Pilgerweg von Neuss nach Trier markiert, befand sich möglicherweise ein römischer Wachturm, da sich eine hervorragende Sicht bis nach Zülpich und bei gutem Wetter bis nach Köln bot.

Vom Irnicher Berg führt die Agrippastraße schnurgerade bis zur zweiten Querung des Rotbaches bei der Eickser Mühle. Erkennbar sind auf beiden Talseiten angelegte Geländeeinschnitte, die den leicht schrägen Verlauf der Römerstraße über das Gewässer zeigen. Während der Weg auf der Nordseite heute verschüttet ist, ist er auf der Südseite deutlich zu erkennen.

Vom Rotbachübergang ist es etwa einen Kilometer bis zum Eickser Busch, wo die Trasse gut zwei Kilometer durch den Wald führt. Dort sind zwei parallel verlaufende Wege erhalten. Ein an dieser Stelle angelegter Straßenschnitt zeigt, dass es sich um zwei zeitlich aufeinanderfolgende Trassen handelt, die sich stellenweise überlagern. Die ältere Straße war kaum befestigt. Vermutlich musste sie deshalb neu angelegt werden – mit einem massiven, sechs Meter breiten Unterbau aus Kies. Darüber lagen bis zu zwanzig dünne Verschleißschichten aus Sand, die bei Abnutzung erneuert wurden.

Einen Kanal deuten zwei Steine in der Straßenmitte an. Zwei weitere bis zu 0,8 Meter tiefe und parallel zur Straße verlaufende Kanäle auf der Hangseite wurden im Laufe der Zeit verschüttet. Über sie wurde Wasser abgeleitet. Folgt man der Straße bis zum Waldrand bei Hostel, ist ihr Damm bei günstigen Lichtverhältnissen gut zu erkennen, obwohl er durch die landwirtschaftliche Bearbeitung der Äcker deutlich flacher geworden ist.