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Agrippastraße  Schloss Gracht

Zu den eindrucksvollsten Wasserschlössern der Region zählt das Schloss Gracht in Erftstadt-Liblar. Das malerische Ensemble besteht aus einem barocken Park, einer dreiflügeligen Vorburg und einem zweiflügeligen Herrenhaus. Heute dient der ehemalige Sitz der Familie Wolff Metternich als Standort einer international ausgerichteten Managementschule.

Das 1426 erstmals urkundlich erwähnte Schloss Gracht gelangte 1538 durch Heirat in den Besitz der Familie Wolff Metternich. Der Aufstieg zu hohen weltlichen und geistlichen Ämtern veranlasste die Familie 1658 zum Ausbau des Herrenhauses in ein repräsentatives Schloss. Die jahrelange Vernachlässigung – während der Französischen Zeit von 1794 bis 1814 diente es als Lazarett – verursachte erhebliche Schäden. Mitte des 19. Jahrhunderts entschloss sich Graf Levin Anton Wolff Metternich zum Neubau des Schlosses, das dadurch seine heutige Gestalt erhielt.

1957 erwarb die Gemeinde Liblar das Schloss. Sie errichtete einen Sportplatz und wies bisher land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen als Bauland aus. Nach dem abermaligen Verkauf des Schlosses folgten unterschiedliche Nutzungen. Das Goethe-Institut bot ab 1969 Kurse für ausländische Studenten an, ab 1973 bildete das Universitätsseminar der Wirtschaft Führungskräfte deutscher Unternehmen fort. Mittlerweile ist das Universitätsseminar in der European School of Management & Technology aufgegangen.