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Via Belgica  Burg Setterich

Im Jahre 1982, bei den ersten Arbeiten für das Altenwohnheim der katholischen Pfarrgemeinde Setterich, kamen die Grundmauern einer großen Burganlage zum Vorschein. Die Besitzverhältnisse lassen sich anhand historischer Quellen rekonstruieren: Eine Burg stand hier schon im 13. Jahrhundert und gehörte den Herren von Setterich, einer Nebenlinie der Herren von Stolberg. Durch Heirat kam dann die Herrschaft Setterich um 1375 an das Geschlecht derer von Reuschenberg, ein großes bedeutendes Rittergeschlecht aus dem Bergischen Land. Später waren noch verschiedene belgische Adlige Besitzer der Burg.

Die Ausgrabungsbefunde von 1982 belegen mehrere Bauphasen der Settericher Burg: Die früheste Anlage war vermutlich eine so genannte Motte, eine auf einem künstlichen Hügel errichtete Turmanlage, die von einem Graben umgeben war. Die Grabenverfüllung wies Fundstücke aus dem 10. bis 12. Jahrhundert auf. Im 12. bis 14. Jahrhundert entstand auf dem Gelände ein Nachfolgebau aus großen Sandsteinblöcken, der im 16. Jahrhundert niederbrannte. Daraufhin errichtete man die Burg – umgeben von einem Wassergraben – aus Backstein neu. Der Abriss erfolgte im frühen 19. Jahrhundert, heute ist nur noch der Torbau vorhanden.

Auf den Resten der Burg wurde ein Altenwohnheim mit etwa 100 Plätzen errichtet. Dabei hat man in etwa den Grundriss der alten Anlage nachempfunden.