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Via Belgica  Burg Baesweiler

Die Baesweiler Burg hatte im Laufe der Jahrhunderte viele Besitzer. Im 14. Jahrhundert wurde sie als jülich’sches Lehen mehrmals vergeben. Längere Zeit war sie im Besitz der Herren zu Randerath. In den Jahren vor 1568 wurde sie dann neu erbaut und vom Freiherrn Franz Carl von Nesselrode im Jahre 1714 weiter ausgebaut. Somit wurden zwei Güter miteinander vereint, der Nesselroder Hof, der aus dem alten Bongarts-Hof hervorgegangen war und an der Breite Straße lag, sowie die Burg Baesweiler.

Gegründet wurde die Burganlage vermutlich bereits im 12. Jahrhundert: Urkunden der Annales Rodenses, einer mittelalterlichen Chronik des Klosters Rolduc in Kerkrade, nennen für diese Zeit eine Kapelle, die als Eigenkirche der Baesweiler Burg bezeichnet wird.

Der Grundriss der vierflügeligen Burg deutet darauf hin, dass sie dem niederen Landadel zuzurechnen ist: Auf eine Aufteilung in Vor- und Hauptburg hatte man hier verzichtet und stattdessen Wohn- und Wirtschaftsbereiche in einer einzigen Anlage vereint.

In den Jahren 2003–2006 wurde der alte Gutshof mit Fördermitteln des Landes NRW und der Bundesrepublik Deutschland zum Kulturzentrum Burg Baesweiler umgebaut. Seitdem ist hier u. a. die Stadtbücherei untergebracht und die alte Scheune wird für kulturelle Veranstaltungen aller Art genutzt.