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Via Belgica
Ludwig-Gall-Haus

Zu den ältesten Häusern im Ort Aldenhoven zählt das Ludwig-Gall-Haus. Teile des Gebäudes gehörten ehemals zur Peter-Pauls-Kapelle, die um das Jahr 1430 erbaut wurde. Genutzt wurde es bis ins späte 18. Jahrhundert für Gottesdienste. In den folgenden Jahren diente das heutige Ludwig-Gall-Haus als Militärlazarett, Schöffen- und Friedensgericht.

Die repräsentative, für Behördenbauten typische Fassade wurde im frühen 19. Jahrhundert angebracht. Aus dieser Zeit stammt auch die lateinische Steininschrift „Als Gerichtshof durch die Gnade des Königs und durch die Mithilfe der Bürger wiedererrichtet“. Bis 1892 beheimatete das Ludwig-Gall-Haus das Bürgermeisteramt des Ortes Aldenhoven, danach befand es sich im Besitz der Justizverwaltung und bis 1961 war es der Sitz der Amtsverwaltung der Gemeinde Aldenhoven.

Seit 1984 trägt das Ludwig-Gall-Haus seinen Namen. Es ist benannt nach dem 1791 in Aldenhoven geborenen Sozialreformer Ludwig Gall. Er gilt auch als Retter des Weinanbaus an der Mosel im 19. Jahrhundert. In schlechten Weinjahren sicherte seine Methode der Nasszuckerung von Traubenmost dem Weinanbau das Überleben.

Heute wird das Gebäude durch die Gemeinschafts- und Ganztagshauptschule Aldenhoven genutzt. Darüber hinaus beherbergt es für Heiratswillige eine repräsentative Möglichkeit, ihre Ehe zu besiegeln, und bietet Raum für verschiedenste Veranstaltungen.