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Limesstraße
St. Severin

Die Kirche St. Severin ist nicht streng nach Osten ausgerichtet. Grund dafür ist ein spätantiker Grabbau, der nach römischer Tradition frontal auf die vorbeiführende Fernstraße blickte (die heutige Severinstraße). Alle späteren, über diesem Gebäude errichteten Kirchenanlagen respektierten diese Orientierung.

Das konservierte Grabungsgelände unter der Kirche ist Teil des großen südlichen Friedhofs zu beiden Seiten der Römerstraße. Es vermittelt ein eindrucksvolles Bild der Bestattungsformen in römischer und fränkischer Zeit. Gräber, Sarkophage und Grabbauten sind hier an ihrem ursprünglichen Ort zu besichtigen.

Seit dem 10. bis zum 15. Jahrhundert entstand in verschiedenen Bauphasen das heutige Erscheinungsbild der romanisch-gotischen Pfeilerbasilika und ehemaligen Stiftskirche St. Severin. Severinskirche, Severinstraße, Severinsviertel, Severinstorburg und Severinsbrücke – sie alle befinden sich im Herzen der Südstadt und haben den Hl. Severin als Namenspatron. Severin lebte um 400 im römischen Köln und ist der dritte namentlich bekannte Bischof der Stadt.