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Agrippastraße  Grabkammer Efferen

Mit dem Römergrab in der Kaulardstraße ist hier in Efferen eine der bedeutendsten, noch erhaltenen römischen Grabanlagen nördlich der Alpen zu sehen. Ursprünglich lag die Kammer direkt an der Agrippastraße. Arbeiter entdeckten sie 1899 beim Bau des Bahnhofsgebäudes für die Cöln-Bonner Kreisbahn (Vorgebirgsbahn). Die Grabkammer stammt wahrscheinlich aus dem späten 3. oder 4. Jahrhundert.

In dem fast quadratischen Innenraum stehen mächtige Sarkophage aus hellem Sandstein. Sie sind allerdings beschädigt – vor allem die Deckel sind nur noch teilweise vorhanden. Es fanden sich keine Grabbeigaben, was vermuten lässt, dass die Kammer ausgeraubt wurde. Von den Toten selbst waren ein Schädel und einige Langknochen erhalten geblieben.

Der Boden der Kammer ist mit vulkanischen Tuffsteinquadern ausgelegt. Im unteren Bereich bestehen die Wände aus unterschiedlich großen, roten Buntsandsteinblöcken. Es handelt sich dabei um Spolien, also wiederverwendete Steine aus einem älteren Bauwerk. Auf dem Sockel setzt das aus Tuff errichtete Gewölbe auf, das etwa 3,25 Meter hoch gewesen sein muss. Der Deckenbereich ist nicht erhalten. Wie das Gebäude über der Erde aussah, bleibt daher unbekannt.

In die Grabkammer führte ein Gang, dessen nördliche Wand gut erhalten ist. Verschlossen wurde die Kammer durch eine Tür, die wahrscheinlich aus Holz bestand. Am Ende der nördlichen Zugangswand sind die Türwange und ein Loch für den Türriegel gut zu erkennen. Die Sarkophage sind breiter als der Zugang – sie müssen daher schon während des Baus in die noch offene Kammer eingelassen worden sein.

Zur Besichtigung der Grabkammer kann ein Schlüssel bei der Stadtverwaltung Hürth, Stadtarchiv (Tel. 02233 53-0, stadtarchiv@huerth.de) ausgeliehen werden. Mit dem Stadtarchiv können auch Gruppenführungen vereinbart werden.